Anl√§sse f√ľr ein aussagepsychologisches Gutachten*

*Volbert, R., & Dahle, K. P. (2010). Forensisch-psychologische Diagnostik im Strafverfahren. Hogrefe.

Ein aussagepsychologisches Gutachten wird dann in Auftrag gegeben, wenn das Gericht auf Basis der eigenen Sachkunde nicht beurteilen kann, ob eine Zeugenaussage auf einer erlebnisfundierten Darstellung beruht. Dabei muss der einzelnen Zeugenaussage eine wichtige Bedeutung zukommen, was in der Regel dann der Fall ist, wenn dem Gericht keine objektiven Beweismittel zum Tatvorwurf vorliegen. Insbesondere werden aussagepsychologische Sachverständige vor allem dann hinzugezogen, wenn besondere Umstände existieren. Diese können in der Persönlichkeit des/r Zeug*in oder im verhandelten Sachverhalt liegende Besonderheiten sein. Auf der Grundlage von § 81c StPO ist dabei die Teilnahme an einer aussagepsychologischen Begutachtung freiwillig.

Anl√§sse f√ľr ein aussagepsychologisches Gutachten*

*Volbert, R., & Dahle, K. P. (2010). Forensisch-psychologische Diagnostik im Strafverfahren. Hogrefe.

Ein aussagepsychologisches Gutachten wird dann in Auftrag gegeben, wenn das Gericht auf Basis der eigenen Sachkunde nicht beurteilen kann, ob eine Zeugenaussage auf einer erlebnisfundierten Darstellung beruht. Dabei muss der einzelnen Zeugenaussage

eine wichtige Bedeutung zukommen, was in der Regel dann der Fall ist, wenn dem Gericht keine objektiven Beweismittel zum Tatvorwurf vorliegen. Insbesondere werden aussagepsychologische Sachverständige vor allem dann hinzugezogen, wenn

besondere Umstände existieren. Diese können in der Persönlichkeit des/r Zeug*in oder im verhandelten Sachverhalt liegende Besonderheiten sein. Auf der Grundlage von § 81c StPO ist dabei die Teilnahme an einer aussagepsychologischen Begutachtung freiwillig.

Anl√§sse f√ľr ein aussagepsychologisches Gutachten*

*Volbert, R., & Dahle, K. P. (2010). Forensisch-psychologische Diagnostik im Strafverfahren. Hogrefe.

Ein aussagepsychologisches Gutachten bzw. Glaubhaftigkeitsgutachten (gelegentlich auch Glaubw√ľrdigkeitsgutachten) wird vom Gericht oder der Staatsanwaltschaft dann in Auftrag gegeben, wenn auf Basis der eigenen Sachkunde nicht beurteilt werden kann, ob eine Zeugenaussage

erlebnisfundiert berichtet wurde. Dabei muss der einzelnen Zeugenaussage eine wichtige Bedeutung zukommen, was in der Regel dann der Fall ist, wenn eine Aussage-gegen-Aussage Konstellation vorliegt und dem Gericht oder der Staatsanwaltschaft keine objektiven Beweismittel zum Tatvorwurf vorliegen. Insbesondere werden aussagepsychologische

Sachverst√§ndige vor allem dann hinzugezogen, wenn besondere Umst√§nde existieren. Diese k√∂nnen in der Pers√∂nlichkeit des/r Zeug*in oder im verhandelten Sachverhalt liegende Besonderheiten sein. Auf der Grundlage von ¬ß 81c StPO ist dabei die Teilnahme an einer aussagepsychologischen Begutachtung f√ľr die/den Zeug*in freiwillig.

Dies ist ein Foto einer Exploration zu einem aussagepsychologischen Gutachten

Kernbereiche der Aussagebeurteilung

  • Aussaget√ľchtigkeit: F√§higkeit einer Person, zu einem Sachverhalt √ľberhaupt eine angemessene Aussage machen zu k√∂nnen

  • Aussagevalidit√§t: Zuverl√§ssigkeit einer Aussage unter Ber√ľcksichtigung von m√∂glichen Fehlerquellen in der Aussageentstehung

  • Aussagequalit√§t: Qualit√§tsniveau einer Aussage in Relation zur Aussagekompetenz einer aussagenden Person

Dies ist ein Foto einer Exploration zu einem aussagepsychologischen Gutachten

Kernbereiche der Aussagebeurteilung

  • Aussaget√ľchtigkeit: F√§higkeit einer Person, zu einem Sachverhalt √ľberhaupt eine angemessene Aussage machen zu k√∂nnen
  • Glaubhaftigkeit der Aussage: Basieren die behaupteten Vorw√ľrfe auf einem tats√§chlichen Erlebnishintergrund
Dies ist ein Foto einer Exploration zu einem aussagepsychologischen Gutachten

Kernbereiche der Aussagebeurteilung

  • Aussaget√ľchtigkeit: F√§higkeit einer Person, zu einem Sachverhalt √ľberhaupt eine angemessene Aussage machen zu k√∂nnen

  • Glaubhaftigkeit der Aussage: Basieren die behaupteten Vorw√ľrfe auf einem tats√§chlichen Erlebnishintergrund

Mindestanforderungen an
aussagepsychologische Gutachten

Mindestanforderungen an
aussagepsychologische Gutachten

Urteil des Bundesgerichtshofs BGH 1 StR 618/98, Urteil v. 30.07.1999

Glaubhaftigkeit und Glaubw√ľrdigkeit: was ist der Unterschied?

Glaubhaftigkeit bezieht sich auf die Aussage einer/s Belastungszeug*in. Sie orientiert sich am Inhalt einer get√§tigten Aussage und macht diese zum Gegenstand der Begutachtung. Somit bezieht sich das Ergebnis der Beurteilung der Glaubhaftigkeit auf die Aussage an sich. Glaubw√ľrdigkeit hingegen stellt die Person ins Zentrum der Betrachtung. Der Fokus gilt hier nicht mehr dem Aussageinhalt. Vielmehr steht die Person mit ihren zeit√ľberdauernden personalen Eigenschaften im Sinne einer generellen Unglaubw√ľrdigkeit respektive Glaubw√ľrdigkeit im Mittelpunkt. Jedoch kann eine unglaubw√ľrdige Person eine glaubhafte Aussage t√§tigen, ebenso wie eine glaubw√ľrdige Person eine nicht glaubhafte Aussage t√§tigen kann. Daher entspricht der am Aussageinhalt orientierte Begriff der Glaubhaftigkeit dem gegenw√§rtigen Fachstandard der Aussagepsychologie. Auch wenn der Begriff des Glaubw√ľrdigkeitsgutachtens nach wie vor im Umlauf ist, ist der Begriff des Glaubhaftigkeitsgutachtens in diesem Kontext pr√§ziser und spiegelt den aktuellen Erkenntnisstand der Fachwissenschaft wider (vgl. hierzu auch Urteil des Bundesgerichtshofs BGH 1 StR 618/98 vom 30.07.1999).

Glaubhaftigkeit und Glaubw√ľrdigkeit: was ist der Unterschied?

Glaubhaftigkeit bezieht sich auf die Aussage einer/s Belastungszeug*in. Sie orientiert sich am Inhalt einer get√§tigten Aussage und macht diese zum Gegenstand der Begutachtung. Somit bezieht sich das Ergebnis der Beurteilung der Glaubhaftigkeit auf die Aussage an sich. Glaubw√ľrdigkeit hingegen stellt die Person ins Zentrum der Betrachtung. Der Fokus gilt hier nicht mehr dem Aussageinhalt. Vielmehr steht die Person mit ihren zeit√ľberdauernden personalen Eigenschaften im Sinne einer generellen Unglaubw√ľrdigkeit respektive Glaubw√ľrdigkeit im Mittelpunkt. Jedoch kann eine unglaubw√ľrdige Person eine glaubhafte Aussage t√§tigen, ebenso wie eine glaubw√ľrdige Person eine nicht glaubhafte Aussage t√§tigen kann. Daher entspricht der am Aussageinhalt orientierte Begriff der Glaubhaftigkeit dem gegenw√§rtigen Fachstandard der Aussagepsychologie. Auch wenn der Begriff des Glaubw√ľrdigkeitsgutachtens nach wie vor im Umlauf ist, ist der Begriff des Glaubhaftigkeitsgutachtens in diesem Kontext pr√§ziser und spiegelt den aktuellen Erkenntnisstand der Fachwissenschaft wider (vgl. hierzu auch Urteil des Bundesgerichtshofs BGH 1 StR 618/98 vom 30.07.1999).

Posttraumatische Vorgänge und Aussagebeurteilung

Posttraumatische Vorgänge und Aussagebeurteilung

Die Kenntnis möglicher posttraumatischer Vorgänge kann Belastungen reduzieren und die Qualität der aussagepsychologischen Begutachtung erhöhen

Die Kenntnis möglicher posttraumatischer Vorgänge kann Belastungen reduzieren und die Qualität der aussagepsychologischen Begutachtung erhöhen

Ablauf eines aussagepsychologischen Gutachtens

AUSSAGEBEURTEILUNG

Methodenkritisches Zweitgutachten

Methodenkritische Stellungnahme

Neben Gutachten erstellen wir auch methodenkritische Stellungnahmen zur fachlichen Pr√ľfung vorliegender Gutachten.